Best Practice Homepage: thegirleffect.org

Die Schwierigkeit beim Erstellen einer Homepage besteht darin, den Content, das Design und die dahinter stehende Technik miteinander in Einklang zu bringen. Warum stellt diese naheliegende Forderung eine für viele Firmen nicht zu überwindende Herausforderung dar? Ein wesentlicher Grund dafür ist wohl, dass die Verantwortung über das gesamte Homepageprojekt jemandem zufällt, der lediglich in einem der drei Bereiche Experte ist und diesen versucht möglichst stark zu machen. Möglichkeiten im Quellcode, dem Design oder schlicht der Zusammenstellung der angebotenen Inhalte werden ausgereizt und überfordern schließlich den Besucher. Ein weiteres großes Problem scheint zu sein, dass bei der Homepagegestaltung zuerst daran gedacht wird, was das Unternehmen vermitteln will und nicht daran, wer die Besucher sind und welche Interessen diese überhaupt haben. Dies hat dann fast zwangsläufig zur Folge, dass der Besucher verwirrt und genervt ist, weil er immer weniger bereit ist, sich auf die Suche nach den für ihn relevanten Informationen zu begeben. Die oberste Priorität in der Erstellung einer Homepage muss daher sein, alle drei genannten Bereiche anhand der Erwartungen des Besuchers aufeinander abzustimmen und dadurch eine bestmögliche Informationsführung zu gewährleisten. Diese ‚Besucherführung‘ sollte vom Allgemeinen zum Speziellen übergehen und immer nur die relevantesten Informationen in einer gut zu verarbeitenden Menge zur Verfügung stellen.

Eine Homepage die all diese Forderungen meiner Meinung nach in Perfektion gelöst hat ist thegirleffect.org. Nicht nur, dass es sich um ein tolles und sinnvolles Projekt zur Verbesserung der Welt handelt, ist es den Machern auch gelungen Content, Design und Technik ideal miteinander zu verschmelzen. Besonders haben mir die immer wieder auftretenden Pfeile gefallen, die einerseits das Corporate Design verkörpern und andererseits exzellent zur visuellen Informationsführung beitragen. Darüber hinaus haben es die Betreiber der Homepage geschafft, auf einer Seite mehrere Abschnitte einzurichten, die visuell gut voneinander getrennt sind und immer die Größe des Browserfensters einnehmen. Dies hat zwei große Vorteile: Erstens können Überschriften und/oder Menüpunkte eingespart werden, was den Leser einer Seite entlastet. Zweitens bekommt man das Gefühl durch eine gut gemachte Broschüre zu blättern, während man durch die Seiten scrollt. Diese Vorgehensweise ist sicher nicht für jede Homepage ratsam, für all jene Anbieter jedoch, die hauptsächlich für eine klar umrissene Idee werben wollen, scheint mir diese Informationsführung als äußerst sinnvoll. Ein weiterer Punkt der sehr gut gelöst wurde, ist die Ansprache unterschiedlicher Zielgruppen. Diese werden auf der Startseite direkt angesprochen (‚Policy Movers – If you are in the business of international development, this part is for you.‘ oder ‚For Media – For the media kit and other resources, click here.‘) und auch auf den Folgeseiten durch dezente Links nicht vergessen. Auch von der technischen Seite kann sich die Homepage sehen lassen: Youtube-, Twitter- und Facebook-Anbindungen wurden in einem schön dezenten Rahmen überall dort eingebaut, wo es sinnvoll ist. Von technischen Spielereien, die zum Selbstzweck verkommen, wurde abgesehen. Insgesamt eine sehr schöne und einfach zu durchschauende Homepage, bei der an jeder Stelle klar wird: Es geht um „the girl effect“.

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