Category Archives: Kognition

Die Bedeutung von Shared Awareness für Online-Kommunikation

Über das sehr interessante und empfehlenswerte Buch „Here comes everybody“ von Clay Shirky bin ich auf den Begriff der „Shared Awareness“ aufmerksam geworden. So simpel die Idee dahinter auch ist, so fundamental scheint sie mir für das Verständnis und den Umgang mit Social Media zu sein. Interessanterweise findet sich der Begriff bisher hauptsächlich im Zusammenhang mit militärischen und informationstechnologischen Überlegungen wieder (und weniger in Bezug auf Online-Kommunikation), weshalb ich ihn hier noch einmal kurz aufgreifen will:

Angenommen alle Kunden eines Telefonanbieters X sind sehr verärgert über die erbrachte Dienstleistung. Dann lassen sich drei wichtige Abstufungen im Selbstverständnis und dem Handlungsspielraum der Kunden unterscheiden:

  1. Alle Kunden wissen, dass X eine schlechte Leistung erbringt.
  2. Alle Kunden wissen, dass alle Kunden wissen, dass X eine schlechte Leistung erbringt.
  3. Alle Kunden wissen, dass alle Kunden wissen, dass alle Kunden wissen, dass X eine schlechte Leistung erbringt.

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Social Network Analysis of Friedrichshafen related Twitter Users

After visiting the course ‚Networks, parties and associations’ I was really looking forward to do a first network analysis on my own. The aim of this analysis was to get familiar with theories and techniques of network analysis and to relate the topic of gatekeeping to this method of social analysis. In order to answer the question if gatekeeping still exists in social networks I decided to visualize and interpret the network of twitter users from Friedrichshafen. In the following I will describe my approach very detailed and offer my data set for anybody who is interested in doing a network analysis on his own. Read more …

15 Hinweise über das Bloggen

Ein Jahr ist es nun her, dass ich meinen ersten Beitrag in diesem Blog veröffentlicht habe. Was als ein Selbstversuch begann (würde ich mich disziplinieren können, regelmäßige Beträge zu schreiben?), entwickelte sich für mich zu einer äußerst spannenden und lehrreichen Zeit über Online-Kommunikation. Nachdem nun praktikumsbedingt länger Stillstand auf mt-blog.de herrschte (denn das Selbstdisziplinieren hat auch seine Grenzen), möchte ich mit einem kurzen Erfahrungsbericht wieder einsteigen und den Blog ab sofort weiter mit Inhalten füllen. Dazu werde ich kurz meine damalige Herangehensweise schildern und anschließend stichpunktartig Hinweise für all diejenigen geben, die gerade selbst überlegen, mit dem Bloggen anzufangen. Weiterlesen …

Kommunikationskanäle planen und steuern

Die Unternehmensleitung steht vor 2.000 Aktionären und präsentiert die Jahreszahlen. Auf einer Serviette wird ein Gewinnspiel beworben. Ein Pop-up öffnet sich und fragt, ob man Hilfe bei der Kaufentscheidung braucht und in einen Chat mit einem Verkäufer weitergeleitet werden will. Ein Mitarbeiter trägt eine goldene Anstecknadel die er für seinen letzten Vertragsabschluss bekommen hat. In der Mitarbeiterkantine ist das Essen so gut und günstig wie in den wenigsten Unternehmen. Auf einer Strichliste am schwarzen Brett wird erfasst, wer wie viele Kaffee getrunken hat. Der neue Mitarbeiter aus Südkorea wird durch ein Mentoring-Programm in die Betriebsabläufe eingebunden.

All diesen Beispielen ist gemein, dass sie Ergebnis eines strategischen Communication Managements sein können. Da die strategische Kommunikationsplanung nicht nur einen standardisierten Informationsfluss steuert, sondern insbesondere auch die informelle Kommunikation auf dem Schirm haben sollte, sind Kommunikationskanäle sehr weit zu fassen. Nicht nur nach Marshall McLuhans Aussage „The Medium is the Message“, sondern auch nach Whites Netzwerktheorie ist jedes Objekt als ein Botschaftsträger im Wechselspiel der Subjekt-Objekt-Interaktionen zu verstehen. Was bedeutet dies nun für das Communication Management? Weiterlesen …

Religion und Social Media

Im Zusammenhang mit den Seminaren „Media Anthropology” und “Management of Diversity“ sollten die Teilnehmer eine empirisch orientierte Hausarbeit schreiben. Als Schnittmenge des Themenspektrums wollte ich die “Kommunikation von Glaubensgemeinschaften im Internet” anhand eines Fallbeispiels untersuchen. Dazu bot sich die Facebook Gruppe JesusHouse an, die über das gleichnahmige, alle zwei Jahre statt findenden Event informiert. JesusHouse wird vom ProChrist e.V. organisiert und soll Teil einer “modernen Missionsarbeit” sein, welche speziell auf Jugendliche zugeschnitten ist. Bei meinen Recherchen stand mir freundlicherweise Norman Kronenwett für ein ausführliches Interview zur Verfügung. Herr Kronenwett arbeitet als Projektassistenz beim ProChrist e.V. und hat die online Kommunikationsmaßnahmen des Vereins im Allgemeinen und der Veranstaltung Jesus House im Speziellen über die letzten Jahre mitbetreut.
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Warum und wie Unternehmen auf Web-Diskussionen eingehen sollten

Erst langsam wird das Potenzial des Webmonitorings für das Stakeholdermanagement und somit für die Außenwahrnehmung des gesamten Unternehmens erkannt. Während sich die konsequente Suche nach Meinungsbildern zu Firmen und Produkten bei den großen Brands durchgesetzt hat, wird immer noch allzu oft davor zurückgeschreckt, den aktiven Austausch mit der Stakeholdergruppe „Kunden“ im Web zu suchen.

Dies hat meiner Meinung nach zwei Gründe: Erstens das ungewisse Kosten-Nutzen-Verhältnis und zweitens die schwierige Kontrollierbarkeit der Diskussionen. In Bezug auf den ersten Grund ergeben sich die generellen Schwierigkeiten, Erfolge und Misserfolge kommunikativer Maßnahmen eines Unternehmens zu messen. Trotz nicht geringer Zusatzkosten denke ich, dass sich ein aktiver Austausch mit Kunden im Web für viele Unternehmen aus folgenden Gründen lohnen würde:
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Wann wird das Internet endlich zum Lifestream?

Mit diesem Blogeintrag möchte ich auf den Zeitungsartikel „Die Zukunft des Internet“ in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 28.02.2010 Bezug nehmen. (der einen Tag später in ähnlicher Form auf FAZ.NET erschienen ist). In diesem machte David Gelernter diverse Voraussagen und Vermutungen darüber, wie sich das Internet in den nächsten Jahren verändern wird. Ein knappes Jahr später bin ich überrascht darüber, wie stark die prophezeiten Tendenzen an Aktualität gewonnen haben und möchte speziell auf seine These des Lifestreamings eingehen. Meiner Meinung nach ist dieses Thema elementar wichtig, um Chancen und Risiken zukünftiger Kommunikationswege zu erkennen, was vor allem für das Strategic Communication Management in Unternehmen von hoher Bedeutung ist.
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