Wann wird das Internet endlich zum Lifestream?

Mit diesem Blogeintrag möchte ich auf den Zeitungsartikel „Die Zukunft des Internet“ in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 28.02.2010 Bezug nehmen. (der einen Tag später in ähnlicher Form auf FAZ.NET erschienen ist). In diesem machte David Gelernter diverse Voraussagen und Vermutungen darüber, wie sich das Internet in den nächsten Jahren verändern wird. Ein knappes Jahr später bin ich überrascht darüber, wie stark die prophezeiten Tendenzen an Aktualität gewonnen haben und möchte speziell auf seine These des Lifestreamings eingehen. Meiner Meinung nach ist dieses Thema elementar wichtig, um Chancen und Risiken zukünftiger Kommunikationswege zu erkennen, was vor allem für das Strategic Communication Management in Unternehmen von hoher Bedeutung ist.
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Google Marketing von Susanne Rupp

Trotz des interessanten Themas war die Lektüre dieses Buches leider sehr enttäuschend, da sich 80 – 90% der Informationen ohne Probleme über das Internet finden lassen und der Inhalt künstlich aufgeblasen wird. Laut Buch handelt es sich bei der Zielgruppe um alle die eine Website richtig bekannt machen wollen und um „Macher (und solche, die es werden wollen)“. Das klingt gut und trifft auf jeden zu, der sich mit dem Thema Google Marketing auseinander setzt. Meiner Meinung nach richtet sich das Buch jedoch eher an digital immigrants, die lieber durch ein haptisches Leseerlebnis das Gefühl bekommen wollen, harte Fakten in den Händen zu halten. Für alle die sich noch mit Vorbehalt im Internet bewegen, die erklärt haben wollen, wie man ein AdWords-Account einrichtet und die einem digitalen Supportcenter von Google nicht trauen, ist dieses Buch sicher zu empfehlen. Für alle Macher eines Strategic Communication Managements jedoch (und solche, die es werden wollen) empfehle ich das Geld lieber in eine eigene kleine AdWords Kampagne zu investieren und reines „learning by doing“ zu betreiben.

Das Buch ist in fünf Teile geteilt und lässt sich wie gesagt sehr gut selbst mit Wikipedia und Googles Hilfeseiten erschließen. Im Folgenden liste ich alle dazu benötigten Links auf:
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Problems of Social Bookmarking and Social Reading

As there have been more and more discussions about ‚social reading‘ as a new trend in 2011, I will give you my answers to a take home exam I had to write last semester. The question was how ‘social bookmarking’ could be interpreted by different communication theories (based on the textbook Theorizing Communication in the course ‘Theories of and Approaches to Communication and Cultural Science’). My discussion points out several problems of social bookmarking which cover in my opinion social reading and different kinds of knowledge management as well. In the end I will briefly summarize important points of this detailed blog entry.
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Theorizing Communication von R. T. Craig und H. L. Muller

Was ist Kommunikation? Diese schlichte Frage findet sich in den verschiedensten wissenschaftlichen Disziplinen wieder und ist dementsprechend vielfältig zu beantworten. Gerade dies macht die Theoriebildung einer einheitlichen Kommunikationswissenschaft geradezu unmöglich. Dennoch wagt Robert T. Craig in seinem Aufsatz „Communication Theory as a Field“ den Sprung, umreißt das komplexe Feld der Kommunikationstheorien mit sieben verschiedenen Traditionen (Rhetorical, Semiotic, Phenomenological, Cybernetic, Sociopsychological, Sociocultural und Critical Tradition) und fordert dazu auf, an einer umfassenden Kommunikationswissenschaft mit zubauen, die die verschiedenen Traditionen aufeinander bezieht.
An diesem höchst aufschlussreichen Aufsatz (der natürlich mit abgedruckt wurde) orientiert sich das komplette Buch und liefert zu jeder der sieben Strömungen kennzeichnende Primärtexte, denen jeweils knappe Zusammenfassungen, Fragen zur Vertiefung und Angaben zu weiterführender Literatur vorangestellt wurden. Die Spannbreite der Autoren reicht u.a. von Platon, Locke, Peirce und Saussure über Husserl, Watzlawick und Luhmann bis hin zu Marx, Horkheimer und Habermas. Vorneweg wird ein kurzer Überblick über Metatheorien und die historische Entwicklung der Kommunikation gegeben. So gesehen ist dieses Buch sehr theoretisch, sehr abstrakt und muss es auch sein. Als Zielgruppe sind „advanced undergraduate and graduate courses in communication theory“ angegeben, was auch ernst genommen werden sollte. Die vielen Metadiskurse über Kommunikation sind sicher schwere Kost und in einem Semester kaum gänzlich zu bewältigen. Hinzu kommt natürlich, dass das Buch auf Englisch ist, obwohl sich viele Texte in der Bibliothek auch in der deutschen Originalfassung finden lassen dürften.
Insgesamt handelt es sich um ein Grundlagenwerk, mit dem sich jeder auseinander setzen sollte, der den Begriff „Kommunikation“ wissenschaftlich behandelt. Erst durch die verschiedenen Traditionen und Craigs Erläuterung in welchem Verhältnis diese zueinander stehen, wird dem Leser bewusst, wie vielfältig Kommunikation in der Theorie eigentlich ist. Gerade dies ermöglicht es dann, Kommunikationsprozesse in der Praxis (egal ob Marketingkampagnen, Funktionsweisen diverser Medien, interkulturelle Kommunikation etc.) aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, tiefgreifender zu verstehen und besser anzuwenden.

Location Based Services Summit 2010 – Teil IV

In diesem Beitrag werde ich nun endlich meine Ausführungen über den LBS Summit 2010 abschließen. Ich werde einen kurzen Überblick über die rechtlichen Aspekte von Location Based Services geben, wobei ich mich dabei vor allem auf den sehr interessanten Vortrag von Herrn Henning Krieg stützen werde. Die dazugehörige Präsentation hat er freundlicherweise online zur Verfügung gestellt (siehe unten). Es ist auch darauf hinzuweisen, dass dieser Blogeintrag keine Rechtsberatung sein will oder sein kann. Vielmehr will ich hierin auf rechtliche Feinheiten aufmerksam machen, zu denen Unternehmen im Einzelnen eine professionelle Rechtsberatung heranziehen sollten.
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Location Based Services Summit 2010 – Teil III

Im vorletzten Teil meiner Nachlese wird es nun etwas bunter. Ich denke, dass die Zusammenstellung der Videos im Wesentlichen für sich spricht und nur weniger Erklärungen bedarf.

MINI Getaway Stockholm
Dies ist ein sehr schönes Beispiel, wie einfach man durch LBS spannende und interaktive Spiele erzeugen kann. Diese Form des Erlebnismarketings wird sicher schnell in ganz Stockholm bekannt sein und von allen Beteiligten nicht so schnell vergessen werden.

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Location Based Services Summit 2010 – Teil II

Location Based Services (LBS) werden in den nächsten Jahren die Spielregeln des Handels gründlich auf den Kopf stellen. Wie im letzten Blogeintrag schon beschrieben wurde, stellen LBS den ‚missing link‘ zwischen eCommerce und POS dar. Im aktuellen Eintrag möchte ich zuerst auf die neuen Chancen von LBS eingehen, wobei ich mich dabei auf den Bereich des Location Based Marketings und der Prozessoptimierung konzentriere. Danach werde ich den Eintrag mit einem kurzen Überblick über die anstehenden Herausforderungen, die durch LBS entstehen, abschließen.

LBS prägen schon heute neue Begrifflichkeiten, die einen ersten Eindruck der Chancen vermitteln. „Geofencing“ ist beispielsweise eine solche Begrifflichkeit und meint, dass man zukünftig für die Kommunikationsmaßnahmen virtuelle Zäune auf einer Landkarte setzen kann, in welchen die gesendete Botschaft ihre Gültigkeit hat. Nur die Personen, die sich innerhalb dieses Zaunes befinden, haben die Chance die gesendete Information zu erhalten. Weiterlesen …