Tag Archives: Kommunikationstheorie

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Problems of Social Bookmarking and Social Reading

As there have been more and more discussions about ‚social reading‘ as a new trend in 2011, I will give you my answers to a take home exam I had to write last semester. The question was how ‘social bookmarking’ could be interpreted by different communication theories (based on the textbook Theorizing Communication in the course ‘Theories of and Approaches to Communication and Cultural Science’). My discussion points out several problems of social bookmarking which cover in my opinion social reading and different kinds of knowledge management as well. In the end I will briefly summarize important points of this detailed blog entry.
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Theorizing Communication von R. T. Craig und H. L. Muller

Was ist Kommunikation? Diese schlichte Frage findet sich in den verschiedensten wissenschaftlichen Disziplinen wieder und ist dementsprechend vielfältig zu beantworten. Gerade dies macht die Theoriebildung einer einheitlichen Kommunikationswissenschaft geradezu unmöglich. Dennoch wagt Robert T. Craig in seinem Aufsatz „Communication Theory as a Field“ den Sprung, umreißt das komplexe Feld der Kommunikationstheorien mit sieben verschiedenen Traditionen (Rhetorical, Semiotic, Phenomenological, Cybernetic, Sociopsychological, Sociocultural und Critical Tradition) und fordert dazu auf, an einer umfassenden Kommunikationswissenschaft mit zubauen, die die verschiedenen Traditionen aufeinander bezieht.
An diesem höchst aufschlussreichen Aufsatz (der natürlich mit abgedruckt wurde) orientiert sich das komplette Buch und liefert zu jeder der sieben Strömungen kennzeichnende Primärtexte, denen jeweils knappe Zusammenfassungen, Fragen zur Vertiefung und Angaben zu weiterführender Literatur vorangestellt wurden. Die Spannbreite der Autoren reicht u.a. von Platon, Locke, Peirce und Saussure über Husserl, Watzlawick und Luhmann bis hin zu Marx, Horkheimer und Habermas. Vorneweg wird ein kurzer Überblick über Metatheorien und die historische Entwicklung der Kommunikation gegeben. So gesehen ist dieses Buch sehr theoretisch, sehr abstrakt und muss es auch sein. Als Zielgruppe sind „advanced undergraduate and graduate courses in communication theory“ angegeben, was auch ernst genommen werden sollte. Die vielen Metadiskurse über Kommunikation sind sicher schwere Kost und in einem Semester kaum gänzlich zu bewältigen. Hinzu kommt natürlich, dass das Buch auf Englisch ist, obwohl sich viele Texte in der Bibliothek auch in der deutschen Originalfassung finden lassen dürften.
Insgesamt handelt es sich um ein Grundlagenwerk, mit dem sich jeder auseinander setzen sollte, der den Begriff „Kommunikation“ wissenschaftlich behandelt. Erst durch die verschiedenen Traditionen und Craigs Erläuterung in welchem Verhältnis diese zueinander stehen, wird dem Leser bewusst, wie vielfältig Kommunikation in der Theorie eigentlich ist. Gerade dies ermöglicht es dann, Kommunikationsprozesse in der Praxis (egal ob Marketingkampagnen, Funktionsweisen diverser Medien, interkulturelle Kommunikation etc.) aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, tiefgreifender zu verstehen und besser anzuwenden.