Tag Archives: Reichweite

Die Bedeutung von Shared Awareness für Online-Kommunikation

Über das sehr interessante und empfehlenswerte Buch „Here comes everybody“ von Clay Shirky bin ich auf den Begriff der „Shared Awareness“ aufmerksam geworden. So simpel die Idee dahinter auch ist, so fundamental scheint sie mir für das Verständnis und den Umgang mit Social Media zu sein. Interessanterweise findet sich der Begriff bisher hauptsächlich im Zusammenhang mit militärischen und informationstechnologischen Überlegungen wieder (und weniger in Bezug auf Online-Kommunikation), weshalb ich ihn hier noch einmal kurz aufgreifen will:

Angenommen alle Kunden eines Telefonanbieters X sind sehr verärgert über die erbrachte Dienstleistung. Dann lassen sich drei wichtige Abstufungen im Selbstverständnis und dem Handlungsspielraum der Kunden unterscheiden:

  1. Alle Kunden wissen, dass X eine schlechte Leistung erbringt.
  2. Alle Kunden wissen, dass alle Kunden wissen, dass X eine schlechte Leistung erbringt.
  3. Alle Kunden wissen, dass alle Kunden wissen, dass alle Kunden wissen, dass X eine schlechte Leistung erbringt.

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15 Hinweise über das Bloggen

Ein Jahr ist es nun her, dass ich meinen ersten Beitrag in diesem Blog veröffentlicht habe. Was als ein Selbstversuch begann (würde ich mich disziplinieren können, regelmäßige Beträge zu schreiben?), entwickelte sich für mich zu einer äußerst spannenden und lehrreichen Zeit über Online-Kommunikation. Nachdem nun praktikumsbedingt länger Stillstand auf mt-blog.de herrschte (denn das Selbstdisziplinieren hat auch seine Grenzen), möchte ich mit einem kurzen Erfahrungsbericht wieder einsteigen und den Blog ab sofort weiter mit Inhalten füllen. Dazu werde ich kurz meine damalige Herangehensweise schildern und anschließend stichpunktartig Hinweise für all diejenigen geben, die gerade selbst überlegen, mit dem Bloggen anzufangen. Weiterlesen …

Anreizmechaniken innerhalb von Social Networks

Heute erhielt ich die irritierende E-Mail mit dem Betreff „Jetzt PayPal-Fan auf Facebook werden und iPad® gewinnen!“ Eine der alltäglichen Spam-Mails dachte ich mir zuerst und löschte sie. Doch dann wurde ich nachdenklich: Wollte Paypal meine Freundschaft erkaufen? Mich sozusagen bestechen? Ist es nicht traurig, wenn ein Unternehmen so etwas nötig hat? Das Bild des ewigen Außenseiters auf dem Schulhof drängte sich mir auf, der endlich auch mal mit dabei sein darf, weil er alt genug ist um schon Alkohol kaufen zu dürfen.

So gesehen war Paypals Werbeaktion auf mich bezogen ein völliger Fehlschlag. Darüber hinaus ist die Aktion meiner Meinung nach ein gutes Beispiel dafür, wie Marketingabteilungen (selbst in globalen Konzernen der Web-Branche) immer noch denken, altbekannte Verkaufstechniken auf Social Media und Social Networks übertragen zu können.
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