Tag Archives: Wissensmanagement

Das Wikipedia-Universum von Daniela Pscheida

Dieses Buch ist ein absoluter Glücksfall für alle, die an den Themen ‚Wissensgesellschaft‘, ‚soziokultureller Wandel durch neue Medien‘, sowie ‚Digitales Zeitalter‘ interessiert sind. Denn obwohl es sich bei dem Buch um eine wissenschaftliche Ausarbeitung handelt, ist es sehr flüssig zu lesen und überaus verständlich. Die Autorin formuliert klar und präzise, streut an den richtigen Stellen Zitate der Grundlagenwerke ein und verknüpft die verschiedenen Abschnitte sehr gekonnt, sodass der rote Faden nie verloren geht.

Das Anliegen der Autorin (deskriptiv nachzuzeichnen, „wie das Internet unsere Wissenskultur verändert“) ist nicht ohne eine ausführliche Darstellung des Ist-Zustandes zu stemmen. Dementsprechend widmet sie sich sehr ausführlich der Frage, wie unsere bisherige Wissenskultur seit der Erfindung des Buchdrucks entstanden ist und in welcher Form der Wissensgesellschaft wir momentan leben.
Das Wikipedia-Universum (in Anlehnung an Marshall McLuhans Ausdruck der Gutenberg-Galaxis) ist in sieben Kapitel unterteilt, deren Inhalt ich im Folgenden mit Fragen knapp umreißen will:
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Problems of Social Bookmarking and Social Reading

As there have been more and more discussions about ‚social reading‘ as a new trend in 2011, I will give you my answers to a take home exam I had to write last semester. The question was how ‘social bookmarking’ could be interpreted by different communication theories (based on the textbook Theorizing Communication in the course ‘Theories of and Approaches to Communication and Cultural Science’). My discussion points out several problems of social bookmarking which cover in my opinion social reading and different kinds of knowledge management as well. In the end I will briefly summarize important points of this detailed blog entry.
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Arbeiten mit einem Zettelkasten

Wie im letzten Beitrag schon beschrieben wurde, bin ich in Bezug auf das persönliche Wissensmanagement ein starker Befürworter des Zettelkastensystems von Niklas Luhmann. Im aktuellen Beitrag möchte ich zuerst mit zwei weit verbreiteten Missverständnissen über den Gebrauch von Zettelkästen aufräumen, bevor ich näher auf meine Erfahrungen mit einem Zettelkasten eingehe.

Das erste Missverständnis über den Zettelkastengebrauch ist die Annahme, dass es darum ginge, bedeutende Zitate und deren Herkunft zu sammeln. Das zweite Missverständnis ist die Annahme, dass sich mit einem Zettelkasten Bücher wie von selbst schreiben würden. Beide Fehlinterpretationen in Verbindung, also die Vorstellung, dass man nur genügend schlaue Textbausteine sammeln müsse, um sie dann spielend leicht in einer logischen Ordnung zusammenzufügen, führen dann zu diesen grässlichen Büchern, in denen eine Fußnote nach der anderen ein endlos langes Literaturverzeichnis generiert, ohne dass etwas entscheidend Neues gesagt würde. Leider gibt es noch immer genügend Leute, die sich von einer Auflistung großer Namen beeindrucken lassen und glauben, dass Autoren solcher Bücher wirklich belesen seien und etwas Wichtiges zu sagen haben müssten. Den beiden obigen Annahmen möchte ich meine Interpretation über den Sinn von Zettelkästen entgegenhalten. Weiterlesen …

Gedanken zum Wissensmanagement

Mit dem Thema Wissensmanagement hat jeder zu tun, der sich mit der Ausbildung und Aneignung von neuem Wissen beschäftigt. Spätestens mit dem Beginn eines Studiums drängt sich deshalb die Frage auf, wie die Vielzahl an Informationen derart organisiert werden kann, dass man sie möglichst lange und unkompliziert abrufbar hat. Angesichts der technischen Möglichkeiten ist zu prüfen, inwiefern es dazu nicht sinnvollere Methoden gibt, als die erstellten Notizen und Exzerpte in einem physischen oder digitalen Ordner abzulegen.

Das Managen von Wissen ist immer einer grundlegenden Problematik ausgesetzt: Weiterlesen …